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Biopsy Punch – Hautstanzen von Faroderm®

– Extrem scharfe Edelstahlschneide
– Made in Germany 
– Steriles Einmalinstrument mit Schutzkappe
– Sehr guter Preis + Qualität
– Abrechenbar als Sprechstundenbedarf in vielen Regionen 
– Medizinprodukt (CE 0481)
In 6 verschiedenen Größen:
2 mm  PZN: 11293666
3 mm  PZN: 11293672
4 mm  PZN: 11293695
5 mm  PZN: 11293703
6 mm  PZN: 11293726
8 mm  PZN: 11293732

Verkaufseinheit: Packung mit 10 Stück

Faroderm Biopsy Punch Hautstanzen sind erhältlich im Medizingeräte-Fachhandel und  in Apotheken.

MEDIZINPRODUKT CE 0481
Für weitere Infos lesen Sie bitte die Gebrauchsinfo.
 

Funktionsweise
Die zylinderförmige Schneide der Hautstanze wird auf die anästhesierte Haut aufgesetzt und unter Rotation durch Epidermis und Cutis bis zur Subcutis getrieben.
Es resultiert eine standardisierte, exakte Hautprobe des gesamten Hautquerschnitts, ideal für den Histologen.

Anwendungsgebiete der Faroderm® Hautstanze/Biopsy Punch:

Diagnostisch, zur Entnahme von definierten Hautbiopsien, z.B. bei:

· Kutanen Neoplasien
· Melanocytären Nävi
· Bullösen Erkrankungen
· Entzündlichen Dermatosen
· seborrhoischen Keratosen
· Pannikulitis

Therapeutisch,
zur Entfernung von z. B.:

· Tätowierungen
· Fremdkörpereinsprengungen
· Talgretentionszysten
· Zecken

Weitere Anwendungen
Haartransplantationen, Elevation von Akne-Narben,
Veterinärmedizin, etc.

Biopsy Punch Hautstanzen sind erhältlich im Fachhandel für Medizingeräte und  in Apotheken.

Sollte einmal ein Produkt nicht vorrätig sein, kann es für Sie gerne bestellt werden.

Die Stanzbiopsie mit der Faroderm Hautstanze (Biopsy Punch) ist ein standardisiertes Verfahren zur Gewinnung von Hautproben.

Die Hautbiopsie ist mehr als die Entnahme eines Stückes Gewebe. Sie ist ein diagnostischer Prozess, der sich aus zahlreichen Schritten zusammensetzt, die höchste Sorgfalt erfordern, von der Wahl der geeigneten Biopsietechnik und der Fixierung und Aufarbeitung des Materials bis hin zur Analyse der mikroskopischen Veränderungen durch einen kompetenten Dermatopathologen. Am Anfang und am Ende dieses Prozesses steht der Kliniker. Er trägt einerseits die Verantwortung für Indikationsstellung, Aufklärung des Patienten über den Eingriff und – nach dessen Zustimmung – die Entnahme eines repräsentativen Gewebestückes, andererseits muss er den histopathologischen Bericht mit dem klinischen Bild korrelieren und zu einer endgültigen klinisch-histopathologischen Diagnose zusammenfassen.
Grundkenntnisse in der Dermatohistopathologie sind daher unerlässlich, um die Möglichkeiten der Hautbiopsie optimal nutzen zu können.

Anwendung der Faroderm Hautstanze (Biopsy Punch)

1. Hautareal vorbereiten

Das vorgesehene Hautareal mit Alkohol sterilisieren.

2. Haut anästhesieren

Am Ort der geplanten Entnahme eine Lösung von Lidocain-HCL 1% subepidermal injizieren.

3. Stanzbiopsie mit der Faroderm Hautstanze (Biopsy Punch)

Die Hautstanze zwischen Daumen und Zeigefinger fassen und unter leichtem Druck und einer Drehbewegung die Haut bis ins Fettgewebe durchstoßen.
Hautstanze aus der Haut entfernen, Blut aufnehmen.

4. Entnahme der Hautprobe

Die Hautprobe mit einer anatomischen Pinzette vorsichtig anheben und mit einem Skalpell sauber an der Basis abtrennen.

5. Wundverschluss
Wunden < 4 mm vorsichtig zusammen drücken und mit einem Pflaster verschließen.
Wunden > 4 mm mit Naht, Clips oder adhäsivem Pflaster angemessen verschließen.

Faroderm Hautstanzen (Biopsy Punch) als sterile Einmalinstrumente, gibt es in den Größen:
2/3/4/5/6 und 8 mm


Die Stanzbiopsie zur sicheren Diagnose in der Dermatologie

Der erfahrene Dermatologe erkennt viele Erkrankungen aufgrund ihrer typischen Hautveränderungen durch Blickdiagnose. Weitere Hinweise erhält der Arzt durch Abtasten (Palpation) der betroffenen Hautareale sowie durch Zuhilfenahme von Lupe oder Mikroskop.
Eine Hautbiopsie (Gewebeprobeentnahme der Haut) ist immer dann erforderlich, wenn bei unklarer Diagnose (z.B. bei Psoriasis oder Lupus erythematodes) Zellen histologisch untersucht werden sollen, bzw. immer um bei einer Hautveränderung einen Tumor auszuschließen. Der Hautarzt entnimmt das Gewebe unter örtlicher Betäubung mithilfe einer speziellen kreisförmigen Hautstanze (z. B. Biopsy Punch Faroderm) oder eines Skalpells.

Die Entnahme einer Gewebeprobe bei Hautläsionen unklarer Genese ist das diagnostische Hilfsmittel, das am häufigsten in der Dermatologie- in der Regel als Stanzbiopsie- angewandt wird.
Die Methode stellt sozusagen den Goldstandard in der Diagnostik von Hauterkrankungen dar. Es ist die einzige „bildgebende Diagnostik“ des betroffenen Gewebes im Zellverband. 

Wann sollte eine Stanzbiopsie durchgeführt werden?

Eine Faustregel, wann eine Biopsie zu entnehmen ist, gibt es nicht.

Erfahrungsgemäß  sollte eine Stanzbiopsie (z. B. mit Biopsy Punch Faroderm)  aber immer dann vorgenommen werden, wenn

Hauterscheinungen ein neoplastisches Aussehen haben.
Dermatosen völlig ungewöhnlich oder sehr schwerwiegend erscheinen.
Eine Differentialdiagnose unabdingbar ist.
Eine angemessene Therapie innerhalb von drei Wochen nicht
anspricht.

Wichtig:

      –     Eine lokale Kortikoid-Therapie sollte mindestens 3 Wochen zurückliegen.
      –     Meiden sekundär veränderter Läsionen: Die Hauterscheinungen sollten nicht
            durch äußere Einflüsse (z.B. Kratzen oder Reiben) verändert sein, da hierduch die Beurteilbarkeit erheblich eingeschränkt sein kann.

Wo sollte eine Stanzbiopsie durchgeführt werden (Biopsiestelle)?

Biopsien sind dann am besten beurteilbar, wenn die Läsion -was nicht immer möglich ist- als Ganze erfasst ist. Bei Neoplasien sollte die Lokalisation des Eingriffs so gewählt werden, dass zumindest ein kleines Stück gesunder Haut mit erfasst wird. Dies gibt dem Histopathologen die Möglichkeit, die Tumorbegrenzung zu beurteilen, die für die Differenzierung gutartiger von bösartigen Neoplasien entscheidend sein kann. Bei entzündlichen Dermatosen ist dagegen von der Einbeziehung gesunder Haut abzuraten, vielmehr sollte die Biopsie im Zentrum des am stärksten entzündeten Bereiches erfolgen. Dies ist bei Knoten oder Plaques zumeist die Mitte der Läsion, bei anulären Herden der entzündete Randsaum. Bei entzündlichen Alopezien sollte die Stelle mit dem am stärksten ausgeprägten Erythem gewählt werden, da Biopsien aus vernarbten Arealen nur noch Restveränderungen zeigen, die keine spezifische Diagnose zulassen. Normale Haut sollte nur dann in die Biopsie mit einbezogen werden, wenn der Vergleich von betroffener und nicht veränderter Haut für die Diagnose entscheidend ist, wie z. B. bei der Vitiligo. 

Welchen Durchmesser sollte eine Stanzbiopsie haben?

Der Stanzendurchmesser (z. B. von Biopsy Punch Faroderm) variiert zwischen 2 und 8 mm.
Der Einsatz von 2 mm Stanzen sollte jedoch nur in Ausnahmefällen erfolgen. Die einzige Indikation stellt die Probebiopsie an kosmetisch heiklen Stellen, wie dem Gesicht dar.
In der Regel genu¨gen Stanzdurchmesser von 4 mm. Die histopathologische Beurteilbarkeit von kleineren Stanzbiopsien – sogar mit einem Durchmesser von 3 mm – ist häufig erschwert oder unzureichend und stellt fu¨r den
(Dermato-)Pathologen häufig eine diagnostische Herausforderung dar, so dass etliche Operateure Stanzen von mindestens 5 mm Durchmesser empfehlen.
6- oder 8 mm Hautstanzen werden z. B. dann eingesetzt, wenn das Präparat fu¨r zusätzliche diagnostische Maßnahmen wie Immunfluoreszenz- oder mikrobiologische Untersuchungen halbiert werden muss.

Wichtig:
Stets neue, sterile Einmalhautstanzen (z. B. von Biopsy Punch Faroderm) verwenden, da ältere, bereits verwendete Stanzen Quetschartefakte und Gewebedefekte verursachen können.