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Akne

Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen und eine der häufigsten Hauterkrankungen weltweit. Sie tritt vorwiegend während der Pubertät auf und trifft fast jeden Jugendlichen.
Gekennzeichnet ist sie durch das Auftreten von sog. Papeln, Pusteln und Mitessern und tritt besonders in talgdrüsenreichen Arealen, wie Gesicht, Rücken und Dekollete auf.
Es gibt verschiedene Akneformen, wobei die sog. Akne vulgaris am weitesten  verbreitet ist. 
Die Akne ist häufig erblich bedingt und hat folgende Haupt-Ursachen:

Verhornungsstörung
Vermehrter Talgfluss
Aknebakterien
Hormone

Akne vulgaris kann in zwei Arten auftreten:

Akne comedonica:
Diese leichte Form der Akne betrifft nur das Gesicht. Sie ist durch Mitesser geprägt, die in der Regel nicht entzündlich sind.

Akne papulopustulosa: Sie ist geprägt durch entzündliche Papeln und eitergefüllte Pusteln und befällt Gesicht und Rücken. Unbehandelt können beim Abheilen sichtbare Narben zurück bleiben.

Weitere Akneformen können entstehen, wenn die Haut bestimmte Stoffe, die sich in Pflegeprodukten oder Medikamenten befinden, nicht verträgt (Kosmetika-Akne, Mallorca-Akne, Medikamenten-Akne).

Die Erwachsenen-Akne benötigt eine besondere Behandlung und Pflege

Erwachsenen-Akne = Akne tarda
Unreine Haut und Pickel sind nicht nur in der Jugend ein Problem. Der Anteil an Menschen mit Akne tarda, der “Erwachsenenakne”, hat mit den Jahren erheblich  zugenommen. Betroffen sind überwiegend Frauen zwischen dem 25. und 45. Lebensjahr. Die meisten leiden sowohl physisch als auch psychisch unter diesem Hautzustand. In den meisten Fällen von Akne tarda ist ein Besuch beim Hautarzt unumgänglich. Doch auch die richtige Hautpflege ist entscheidend, wenn es darum geht, Pickeln im Alter den Kampf anzusagen.

Ursachen
Die Auslöser für die Erwachsenen-Akne sind vielfältig:
Veranlagung, Stress, Umweltgifte und wahrscheinlich auch die Ernährung spielen eine Rolle. Wenn viele Familienmitglieder unter Akne bzw. Spätakne leiden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man selbst damit zu kämpfen haben wird. Aber auch erhöhter Stress kann Pickel sprießen lassen: Durch Stress schüttet der Körper Adrenalin, Kortison und das männliche Geschlechtshormon Testosteron aus, das vor allem den Hormonhaushalt von Frauen durcheinander bringt. Umweltgifte – wie Autoabgase, zu fettige Gesichtscremes oder auch falsche Kosmetik können ebenfalls zu schlechter Haut führen, da sie die Poren verstopfen und so Irritationen hervorrufen.


Behandlung und Pflege
Genauso wie die klassische Pubertäts-Akne muss auch die Erwachsenen Akne, gezielt behandelt werden. Ganz abgesehen davon, dass die lästigen Pickel die Lebensqualität mindern, besteht die Gefahr, dass Narben oder Pigmentflecken zurückbleiben.
Acnaid ist eine Pflegeserie für unreine Haut bei Erwachsenen, die genau auf die spezifischen Ansprüche dieser Erkrankung abgestimmt ist. Denn erwachsene, unreine Haut hat ganz andere Anforderungen an Behandlung, Reinigung und Pflege als junge Haut. Mit zunehmendem Alter verliert die Haut ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern. Sie wird mit den Jahren immer trockener und dadurch auch schlaffer. Akne-Produkte können die Haut zusätzlich austrocknen, was zu zusätzlichen Hautirritationen führen kann. Erwachsene unreine Haut braucht daher besonders gut verträgliche Produkte, die gleichzeitig Feuchtigkeit spenden.


Die richtige Behandlung und Pflege
Zur richtigen Behandlung der Akne tarda müssen nicht nur die Symptome angegangen werden, sondern auch die Ursachen bekämpft werden.
Betroffene sollten bei der Wahl der Kosmetik nicht auf die üblichen Pflegeprodukte zurückgreifen, die für Teenager gedacht sind. Da die Haut im Erwachsenenalter wesentlich weniger Fett produziert, sind diese Produkte meist zu aggressiv. Sie trocknen die Haut aus und schädigen sie dadurch. Es ist daher umso wichtiger eine Pflege zu nutzen, die speziell auf die Bedürfnisse erwachsener und unreiner Haut abgestimmt ist. Diese ausgleichende Pflege für erwachsene Haut mit Unreinheiten vereint Reinigung und Feuchtigkeitsspende in Einem.

Die Produkte der Acnaid Serie sind aktiv gegen Pickel und unreine Haut. Spezielle Inhaltsstofferegulieren und beruhigen die gereizte und zudem fettige Haut und sorgen so für einen ausgeglichenen, matten Teint.

Therapieansätze
Aufgrund der guten Kenntnisse der Ursachen lässt sich die Akne heutzutage sehr gut gezielt behandeln.

Bei leichtem und mittlerem Schweregrad genügt in der Regel eine lokale Therapie.

Wirkstoffe:
Benzoylperoxid
Retinoide (Vitamin A-Abkömmlinge)
Antibiotika
Azelainsäure

Am wirksamsten haben sich Kombinationen dieser Wirkstoffe erwiesen, da so die Akne von mehreren Seiten her bekämpft wird.

Bei schwereren Akne-Formen ist meist eine systemische Behandlung (Antibiotika, Isotretinoin) notwendig.

Therapiebegleitend sollte immer eine sinnvolle Hautreinigung und Hautpflege erfolgen.
Hierzu verwendet man am besten pH-neutrale und parfümfreie Syndet-Waschlotionen. Zu häufiges Waschen mit aggressiven Substanzen zerstört nämlich die Hautbarriere und kann zu einer Verschlimmerung der Akne führen.

Zur Pflege eignen sich Feuchtigkeitscremes ohne irritierende Inhaltsstoffe, wie Parfüm oder Konservierungsmittel am besten mit hautverwandten Lipiden und ohne Emulgatoren.

Auf keinen Fall sollten fettige oder ölige Cremes auf Mineralöl- oder Silikonbasis verwandt werden, da Fette und Öle die Poren verstopfen.
Auch Make-up und Sonnenschutzmittel sollten aus diesem Grund fettfrei sein.

Die für Ihre Haut bestens geeignete Therapie erhalten Sie bei ihrem Hautarzt. .

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Die aktinische Keratose

Eine aktinische Keratose entsteht, wenn sich bestimmte Hautzellen -die Keratinozyten – aufgrund wiederholter, intensiver UV-Strahlung, vor allem Sonnenlicht, krankhaft verändern und vermehren.

Entsprechend kann man die aktinische Keratose auch als solare Keratose bezeichnen. Da die Hautveränderung hauptsächlich im höheren Lebensalter auftritt, ist sie auch als senile Keratose bekannt.
Mittlerweile sind aber auch zunehmend jüngere Menschen von diesen Erscheinungen betroffen.
Dies kommt wahrscheinlich von einem veränderten Freizeitverhalten, wie häufiges und intensives Sonnenbaden oder Solariumbesuchen.
In der Regel werden aktinische Keratosen erst nach zehn bis zwanzig Jahren intensiver Sonnenbelastung sichtbar. Eine aktinische Keratose ist charakterisiert durch ein meist typisches Erscheinungsbild.
Zur sicheren Abklärung sollte aber eine feingewebliche
Untersuchung erfolgen.
Ein besonders hohes Risiko für die Entstehung einer aktinischen Keratose besteht für Menschen mit heller Haut, vor allem wenn sie in Ländern mit hoher UV-Strahlung leben (z. B. Australien) oder wenn z. B. Beruf oder Freizeitaktivitäten überwiegend im Freien ausgeübt werden. Auch schwere Sonnenbrände in der Kindheit
Sind häufig die Ursache für später auftretende aktinische Keratosen.
Eine langjährige, intensive Sonnenbestrahlung führt zu Schäden im Erbgut der Hautzellen. Es bilden sich veränderte Zellen (atypische Zellen), die sich in der oberen Hautschicht extrem vermehren, so dass sich die Hornschicht verdickt und eine sog. aktinische Keratose
ausbildet. Dies gilt als Krebsvorstufe (Präkanzerose) oder sogar als Frühstadium (Carcinoma in situ) einer bestimmten Form des weißen Hautkrebses – dem Spinaliom oder Plattenepithelkarzinom.
Männer mit ausgeprägter Glatzenbildung entwickeln besonders häufig eine aktinische Keratose. Sie sollten daher bei intensiver Sonneneinstrahlung unbedingt eine Kopfbedeckung tragen.
Aber auch Kinder sollten sich keiner zu intensiven Sonnenbestrahlung aussetzen, da Sonnenbrände in der Kindheit das Hautkrebsrisiko in späteren Jahren nachweislich erhöhen.
Ist dies nicht zu vermeiden (Strandurlaub, Kindergarten etc.) sollte vor der Sonneneinstrahlung unbedingt ein Lichtschutzmittel mit hohem Faktor (50+) aufgetragen werden.
Wenn die Sonne mit Zurückhaltung und maßvoll genossen wird, sind eine aktinische Keratose oder deren Folgen meist vermeidbar.
Wenn sich dann doch eine aktinische Keratose gebildet hat, ist eine schnelle Behandlung ratsam, um zu verhindern, dass ein Spinaliom entsteht.
Hierfür stehen mehrere wirksame Behandlungsmethoden zur Verfügung:

– Heraus schneiden (Exzision) oder heraus schaben (Curettage)
– Kältetherapie (Kryotherapie)
– Lasertherapie
– Photodynamische Therapie
– Verschiedene lokal anzuwendende Wirkstoffe (Diclofenac, 5-Fluorouracil, Imiquimod)
Die ersten Anzeichen für eine aktinische Keratose sind kleine rötliche Flecken. Sie entstehen dadurch, dass die oberste Hautschicht aufgrund der Sonnenschädigung ausdünnt und erweiterte Blutgefäße in dem betroffenen Hautbereich stärker hervortreten (Telangieektasien).
Später entwickeln sich aus diesen Flecken scharf begrenzte rötliche Knötchen (Papeln), die einen halben bis einen Zentimeter groß und graubraun verhornt sind.
Die betroffene haut fühlt sich rau an. Ist die aktinische Keratose mit ausgeprägter Verhornung verbunden, können sich kleine Hauthörner bilden.
Die aktinische Keratose gilt als eine bestimmte Hautkrebsvorstufe. Die Symptome der Hautveränderung sind zunächst zwar auf die oberste Zellschicht der Haut, das sog. Epithelgewebe begrenzt. Im weiteren Verlauf jedoch kann die Hautveränderung sich auch in darunter liegende hautschichten ausbreiten und so in einen durchdringenden (invasiven) Tumor übergehen (Spinaliom oder Basaliom). Der Übergang in diese Formen des weißen Hautkrebses ist fließend.
Als wichtige Symptome dafür, dass eine aktinische Keratose mit einem erhöhten Risiko für einen Übergang
In Hautkrebs verbunden ist, gelten:
– Verhärtungen der Haut
– Blutungen
– Rötungen
– Flächenwachstum
– Geschwürbildung

Aktinische Keratose: Vorbeugen ist einfach
Damit eine aktinische Keratose gar nicht erst entsteht,
gilt es, zu viel UV-Bestrahlung zu vermeiden. Dies betrifft vor allem natürliches Sonnenlicht aber auch künstliche UV-Strahlung, z. B. durch Solarien.
Ist die Bestrahlung trotzdem gewollt oder nicht zu vermeiden, ist der Schutz der Haut mit Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor (am besten 50+)unabdingbar. Dabei sollten die Produkte stets vor UVB und UVA-Strahlung schützen.
Wichtig hierbei ist die Eignung der Sonnenschutzmittel
zum „Schutz vor aktinischen Keratosen“ . Dies sollte auf der Packung vermerkt sein.

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Pilzerkrankungen (Hautpilz und Nagelpilz)

Hautpilz
Durch Pilze verursachte Infektionskrankheiten fasst man in der medizinischen Fachsprache unter dem Begriff Mykosen zusammen. Der Fachbegriff für die unterschiedlichen Arten von Hautpilz lautet demnach Dermatomykosen. Je nach Lokalisation und Erreger werden unterschiedliche Arten von Hautpilz unterschieden.

 

Zu den Dermatomykosen gehören zum einen Pilzinfektionen der Hautanhangsgebilde (z.B. Nagelpilz) und der behaarten Kopfhaut (Kopfpilz oder Tinea capitis). Zum anderen die Pilzinfektionen der freien Haut, die oft einfach „Hautpilz“ genannt werden.

 

Der häufigste Pilz der freien Haut ist der Fußpilz. Aber auch einige anderen Formen von Hautpilz sind relativ weit verbreitet.
Zu den Pilzinfektionen der Schleimhäute gehören z. B. die Vaginalmykose (Scheidenpilz) und der Mundsoor.
Bei Pilzerkrankungen am meisten gefürchtet sind die sogenannten systemischen Mykosen, bei denen die Erreger in den Blutkreislauf gelangen und innere Organe befallen.

 

Übertragung
Hautpilze werden meist von Mensch zu Mensch übertragen. Die Ansteckung kann dabei über Körperkontakt oder kontaminierte Gegenstände erfolgen. Auch eine Übertragung von Tieren auf den Menschen kommt vor.
Hautpilz ist kein einheitliches Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe von Krankheiten, die sich je nachdem, von welchem Erreger sie ausgelöst werden und an welcher Stelle die Infektion auftritt, unterschiedlich äußern.

 

Die wichtigsten Erreger sind:

Dermatophyten
Hefen
– Schimmelpilze

 

Bei Menschen mit gesundem Immunsystem werden Mykosen der Haut (Dermatomykose), der Haare oder der Nägel meistens durch Dermatophyten hervorgerufen. Diese Pilze werden indirekt über Hautschuppen von Mensch zu Mensch übertragen. Sie können chronische Hautmykosen an allen Körperteilen verursachen.

 

Erkrankungen durch Hefen sind die Kandidose oder Infektionen durch Malassezien.

 

Therapie

Im Regelfall werden Hautpilze zunächst lokal behandelt, das heißt, mit auf die betroffene Region aufgetragenen Lösungen oder Cremes, die Antimykotika enthalten. Diese Medikamentengruppe umfasst viele verschiedene gegen Pilze wirksame Substanzen. Welches dieser Anti-Pilz-Mittel für den betroffenen Patienten individuell am besten geeignet ist, hängt entscheidend vom Erreger ab.

 

Zur Therapie stehen sog. Breitband-Antimykotika zur Verfügung. Hierzu gehören
z. B. die Azole (Clotrimazol, Climbazol etc.) oder auch Ketokonazol, Terbinafin,  Ciclopiroxolamin oder Pirocton-Olamin. Bei Mykosen der Haut werden sie als Cremes oder Salbe lokal auf die Haut aufgetragen.

 

Bei Hefepilzen ist Nystatin die erste Wahl.

 

Nagelpilz
Schwieriger ist die Behandlung von Nagelmykosen und hängt vom Schweregrad der Infektion ab. Sie ist in jedem Falle von einem Arzt vorzunehmen.

 

Lokale Behandlung
Wenn nur bei einem einzelnen Nagel weniger als 50-70 % der Nagelfläche betroffen sind, ist in der Regel eine lokale Therapie mit antimykotischen Wirkstoffen ausreichend. Zur Verfügung stehen hierzu Salben und Nagellacke, die regelmäßig auf den Nagel aufgebracht werden.

Innerliche Behandlung
Bei ausgedehntem Befall, in Sonderfällen von einem oder mehreren Nägeln, jedoch gesunder Leber, muss bisweilen auch eine systemische Therapie mit oralen Antimykotika durchgeführt werden. Wichtig hierbei ist eine ausreichende Dauer der Behandlung, die meist über drei bis sechs Monate geht. Je nach Schwere der Infektion kann sie auch bis zu zwölf Monaten und länger dauern (Intervalltherapie).
Hierbei müssen stets die Leberwerte überwacht werden.

 

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Haarausfall

Ein Ausfall von 70-100 Haaren pro Tag ist vollkommen normal. Problematisch wird es dann, wenn die Haare nicht mehr nachwachsen.
In diesem Fall oder wenn mehr als ca. hundert Haare pro Tag ausfallen spricht man von „krankhaftem“ Haarausfall (Alopezie).
Männer sind hiervon häufiger betroffen als Frauen. So leiden schätzungsweise 1,5 Millionen Männer und 500.000 Frauen in Deutschland unter Haarverlust. Die Ursachen hierfür sind unterschiedlich.

Drei Hauptformen des Haarausfalls

1. Hormonell-erblicher Haarausfall (Alopecia androgenetica)

Männer:
Beim hormonell-erblichen Haarausfall lichten sich die Haare zunächst an den Schläfen und an der Stirn. Es entstehen Geheimratsecken und später eine Stirnglatze. Dann dünnt das Haar am Hinterkopf aus, es entsteht eine Tonsur. Nach und nach sterben die Haarwurzeln ab und die Haare fallen aus. Die Alopecia androgenetica ist mit rund 95 Prozent die häufigste Ursache von Haarausfall. Männer sind am häufigsten betroffen. Bei ihnen lichten sich die Haare schon im jungen Erwachsenen- oder sogar im Jugendalter. Etwa jeder zweite Mann leidet darunter.

Frauen:
Frauen produzieren zwar ebenfalls geringe Mengen an Testosteron, sie erleiden aber seltener einen hormonell-bedingten Haarausfall. Vor der Menopause haben etwa zehn Prozent der Frauen eine androgenetische Alopezie, nach den Wechseljahren sind es 20 bis 30 Prozent.
Die Hormonumstellung in dieser Zeit begünstigt den Haarausfall.

Die Ursache des hormonell-erblichen Haarausfalls ist eine genetisch bedingte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber einer bestimmten Form des männlichen Sexualhormons Testosteron. Die Wachstumsphase (Anagenphase) der Haare wird immer kürzer und die Follikel schrumpfen zunehmend. Sie produzieren schließlich nur noch kurze, dünne, kaum sichtbare Wollhaare (Vellushaare).

2. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Alopecia areata ist die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung (ca. 1,4 Mio. Menschen in Deutschland) und tritt in jedem Lebensalter auf, bevorzugt im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt. Typischerweise liegen am behaarten Kopf eine oder mehrere kreisrunde kahle Stellen vor. Daher spricht man auch von kreisrundem Haarausfall.
Man nimmt an, dass Immunzellen, die sich eigentlich um die Abwehr von Viren, Bakterien und Pilzen kümmern sollen, ihre Aktivität gegen die Zellen in den Haarwurzeln des eigenen Körpers richten (Autoimmunreaktion). Die Haare werden somit vom Immunsystem als „fremd“ erkannt und deshalb abgestoßen.

3. Diffuser Haarausfall
Vom diffusen Haarausfall spricht man, wenn die Haare vom gesamten Kopf abfallen. Dieser Haarausfall tritt mehr bei Frauen als bei Männern auf. Ursachen können Hormonschwankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, Infektionen, Kopfhauterkrankungen, Lupus, Stress oder eine Fettunterversorgung sein.

Wann sollte man zum Arzt gehen?
Dass man jeden Tag Haare verliert, ist ganz normal. Sind es aber zu viele und wachsen sie nicht mehr nach, sollten man einen Arzt aufsuchen. Er kann feststellen, welche Form des Haarausfalls vorliegt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Medikamentöse Therapie

Die in der Regel vom Arzt verordnete medikamentöse Therapie basiert im wesentlichen auf 3 Wirkstoffen:
Finasterid (innerlich), 17a-Estradiol und Minoxidil (äußerlich).

Diese Mittel sind für die hormonell-erblich bedingte Alopezie geeignet. Allen gemeinsam ist, dass sich ihre Wirkung erst nach einigen Monaten entfaltet und nicht von Dauer ist. Das heißt: Nach Absetzen der Präparate kehrt der Haarausfall zurück.

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Sägepalm-Extrakt
Sägepalm-Extrakt blockiert die Produktion von DHT, das Haarausfall verursachen kann. Er hat sich in einigen Studien als effektiv zur Vorbeugung von Haarausfall erwiesen.

Diamino-pyrimidin-3-oxid (DPO)
DPO, ein mit Minoxidil verwandter Wirkstoff, soll der vorzeitigen Erschöpfung der Haarwurzeln entgegen wirken und so eine bessere Verankerung des Haares in der Kopfhaut ermöglichen.

L-Cystin
L-Cystin ist integraler Baustein des Keratins, der Haarbausteine. Verschiedene Studien, bei denen neben B-Vitaminen auch L-Cystin eingenommen worden sind, führten zu einer signifikanten Verbesserung androgenetisch bedingten Haarausfalls.
Haarverlust und Glatzköpfigkeit sind nämlich oft auf einen Mangel an schwefelhaltigen Aminosäuren zurückzuführen, speziell auf L-Cystin. Menschen mit Haarausfall haben häufig einen niedrigen Cystin-Wert. Versuche an Menschen und Tieren haben gezeigt, dass sich durch Zufuhr schwefelhaltiger Aminosäuren sowohl die Haarstruktur des einzelnen Haares verbessert, als auch die Haardichte erhöht.

Biotin
Biotin lässt das Haar gesund, stark und gut aussehen. Dies wurde klinisch nachgewiesen, daher ist es neben anderen Vitaminen und Mineralien wichtig, eine angemessene Menge Biotin im Körper aufrechtzuerhalten. Fachärzte empfehlen, dass Menschen, die unter Haarproblemen leiden, neben anderen Medikamenten auch Biotin zu sich nehmen sollten.

Des Weiteren gibt es zahlreiche Kosmetika und Nahrungsergänzungsmittel, die dem Haarausfall entgegenwirken.

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Hyperhidrosis (übermäßiges Schwitzen)

Einführung
Schwitzen dient der Temperaturregulation des Körpers. Der Mensch besitzt etwa vier Millionen Schweißdrüsen. Diese befinden sich in der Dermis (Lederhaut) und setzen den Schweiß durch Poren an der Hautoberfläche frei. Dabei entsteht eine Verdunstungskälte, die Wärme von der Körperoberfläche abführt und so einer Überhitzung des Körpers entgegen wirkt.
Der unangenehme Schweißgeruch entsteht durch ein Zusammenspiel von Duftdrüsen mit den Bakterien der Hautflora. Duftdrüsen geben Duftstoffe in die Austrittsöffnung der Haare ab, die von Bakterien zu übel riechenden Abbauprodukten zersetzt werden. Der Schweiß befeuchtet das Sekret, und mit der Verdunstung werden die Duftstoffe und ihre Abbauprodukte in die Umgebung freigesetzt. Besonders dicht sitzen die Schweißdrüsen an den Handflächen, Fußsohlen, der Stirn und in der Achselhöhle. Deren Fehlfunktion kann zu vermehrtem Schwitzen (Hyperhidrose) führen, was für die Betroffenen sehr belastend sein kann. Schätzungen zufolge sind 1-2% der Bevölkerung in Deutschland von Hyperhidrose betroffen.


Ursachen
Vermehrtes Schwitzen lässt sich auf eine funktionelle Störung der Schweißdrüsen zurückführen. Deren Aktivität wird über das vegetative Nervensystem reguliert. In diesem Fall spricht man von einer primären Hyperhidrose, wobei die Ursache für diese erhöhte Nervenaktivität bislang noch nicht bekannt ist.
Eine sekundäre Hyperhidrose besteht, wenn die Erkrankungen eines anderen Organsystems (Primärerkrankung) die Ursache des Schwitzens ist.
Normal ist vermehrtes Schwitzen im Rahmen der Hormonumstellung in den Wechseljahren oder als Ausgleichsreaktion, wenn die Schweißproduktion an einer Körperstelle blockiert ist. Um die Temperaturregulation aufrecht zu erhalten, steigert der Körper in diesem Fall die Schweißproduktion der übrigen Hautareale. Bei 65% aller Fälle liegt eine familiäre Häufung vor.

Symptome
Typisch für die Hyperhidrose sind eine sichtbare Nässe der betroffenen Hautbereiche und ein meist unangenehmer Körpergeruch. Betroffene Handflächen und Fußsohlen fühlen sich feucht-kalt an. Die ständige Feuchtigkeit kann zudem die Haut irritieren und Rötungen sowie Schuppungen hervorrufen. Besonders gefährdet sind Hautfalten wie bspw. unter der Brust. Primäre Hyperhidrosen sind im Unterschied zu sekundären Hyperhidrosen dadurch gekennzeichnet, dass das Schwitzen örtlich begrenzt auftritt, z. B. an Händen, Füßen, Achselhöhlen oder Stirn und Kopf. Bei der primären Hyperhidrose wird das Schwitzen vor allen durch Stresssituationen ausgelöst.


Äußerliche Therapie                                                               
Der äußerliche Einsatz von Alumiumsalzen ist die Methode der ersten Wahl für die Therapie der Hyperhidrose. Konzentrationen von 10-15% werden in der Regel gut vertragen, höhere Konzentrationen können dagegen Hautreizungen auslösen. Aluminiumchlorid bewirkt einen Verschluss der Schweißdrüsenausführungsgänge, so dass kein Schweiß mehr austreten kann.
Als Nebenwirkung können, vor allem zu Beginn der Behandlung, prickelnde und stechende Missempfindungen auftreten, die dadurch entstehen, dass die Schweißdrüsen durch einen aluminiumhaltigen Pfropf verschlossen werden. Die Aluminiumchloridlösung kann Textilien verfärben und sollte von Kleidung und Bettwäsche ferngehalten werden.
Zur Zeit wird die Verwendung Aluminium-haltige Antitranspirantien zunehmend kritischer gesehen, obwohl ein direkter Zusammenhang zwischen der erhöhten Aluminiumaufnahme durch Antitranspirantien und der Alzheimer-Krankheit bzw. Brustkrebs trotz einer Reihe entsprechender Studien wissenschaftlich bisher nicht belegt werden konnte.

Alle diese möglichen Nebenwirkungen der Aluminiumchloride treffen nicht zu auf Magnesium-Aluminium-Silikat (Tonerde). Seine Aufgabe ist es, ein Vielfaches seines Eigengewichtes an Wasser- und/oder Fett aufzunehmen.
Alternativ stehen als weitere äußerlich anwendbare Wirkstoffe z. B. Gerbstoffe zur Verfügung. Auch pflanzliche Wirkstoffe, wie z. B. Schachtelhalmextrakt sind für ihre schweißhemmende Wirkung bekannt und gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Vorbeugung
Das Tragen von atmungsaktiver und feuchtigkeitsabsorbierender Kleidung und Schuhen empfiehlt sich, um vermehrtem Schwitzen vorzubeugen. Gute Körperhygiene verhindert die Geruchsbildung durch Hautbakterien und freiverkäufliche Antitranspirantien mit Aluminiumchlorid oder Schachtelhalmextrakt reduzieren sowohl die produzierte Schweißmenge als auch den Körpergeruch. Auf bestimmte Lebensmittel wie Gewürze, Koffein und Nikotin sollte verzichtet werden.
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Juckreiz (Pruritus)

Juckreiz ist eine Missempfindung der Haut, welche ein Kratzen, Reiben, oder Scheuern der Haut provoziert.
Die genaue Ursache von chronischem Juckreiz ist oft nicht einfach zu finden.

Entstehung von Juckreiz

Lange Zeit wurde vermutet, dass Juckreiz von den gleichen Nervenendigungen ausgelöst wird wie der Schmerzreiz. Neuere Erkenntnisse deuten aber darauf hin, dass es sich um eine eigene Untergruppe von Nervenfasern handelt, die durch bestimmte Botenstoffe, allen voran das Histamin und Serotonin, erregt werden. Der Juckreiz kann durch Gifte, mechanische Reize, Temperaturschwankungen oder sogar leichte Stromstöße hervorgerufen werden, die zur Freisetzung von Histamin aus den Zellen führen. Das Jucken kann an bestimmten Körperstellen (lokalisiert) oder am gesamten Körper (generalisiert) auftreten.
Beim Kratzen entstehen Schmerzreize, die den Juckreiz kurzfristig überdecken und Linderung verschaffen. Allerdings werden durch die mechanische Stimulation der Haut Botenstoffe freigesetzt, die wiederum den Juckreiz fördern – ein Teufelskreis entsteht. Die juckende Haut kann dabei auch als brennend oder leicht schmerzend wahrgenommen werden. Nicht selten wird ein starker, chronischer Juckreiz am ganzen Körper zur Belastungsprobe für den Geplagten: Es kommt zu Schlafmangel, Erschöpfung, Kratzspuren auf der Haut sowie zum permanenten Gefühl, sich durch Kratzen zu Erleichterung zu verschaffen. Bei manchen Menschen führt dies zu psychischen Problemen.
Die Haut kann durch das Kratzen blutig oder nässend aufgescheuert sein, im späteren Stadium dann ist sie verkrustet. Dabei ist typisch, dass schwer erreichbare Stellen wie der Rücken von den Verletzungen ausgespart bleiben. Doch nicht nur Kratzen bringt Linderung – bei einigen juckenden Hautkrankheiten wird die Haut nur gedrückt und gekühlt, sodass keinerlei Spuren sichtbar sind.

Mögliche Ursachen für Juckreiz sind z. B.:

Hautkrankheiten

– Allergien
– Neurodermitis
– Psoriasis
– Ekzeme und Urtikaria
– Candidose (Hautbefall mit Hefepilz)
– Xerodermie  (stark verminderte Talgproduktion)
– Parasiten (z. B. Krätzmilbe)
– Autoimmunerkrankungen (z. B. Lichtdermatose)

Innere Erkrankungen

– Nierenerkrankungen (Dialyse)
– Lebererkrankungen
– Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
– Eisenmangel
– Stoffwechselstörungen und hormonelle Erkrankungen
– Schilddrüsenerkrankungen
– Diabetes mellitus
– HIV-Infektion
– Schäden des zentralen Nervensystems (z. B. Multiple Sklerose, bei Polyneuropathien oder Viruserkrankungen wie dem Herpes Zoster)
– Psyche (Depression)
– Infektionskrankheiten (Windpocken, Masern)

Trockene Haut

Trockene Haut kann durch verschiedene Ursachen bedingt sein: Viele Menschen neigen durch eine unausgeglichene Fett- und Feuchtigkeitsregulierung zu trockener Haut. Auch äußere Faktoren wie trockene Raumluft sowie übertriebene Hygiene trocknen die Haut aus. Zudem verliert die Haut mit dem Alter an Feuchtigkeit.
Ein wesentlicher Faktor hierfür ist stets eine geschädigte Haut-Lipid-Barriere,
d. h. die Haut kann die körpereigene Feuchtigkeit nicht halten.
Oft reagiert trockene Haut empfindlich – z.B. auf ungeeignete Kosmetika, die Parfüm, Konservierungsstoffe oder Farbstoffe enthalten. Auch Emulgatoren können die geschädigte Haut weiter austrocknen. Die Folge: die Haut ist gerötet, juckt, spannt und kribbelt.


Behandlung

Neben der Behandlung einer etwaigen Grundkrankheit kommt vor allem der Basispflege der Haut allergrößte Bedeutung zu.
Ziel hierbei ist stets die geschädigte Haut-Lipid-Barriere wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dies erreicht man am besten mit reizarmen Cremes/Lotions, die im Idealfall hautähnliche Fette enthalten und frei sind von möglichen Reizstoffen, wie Konservierungsmittel oder Parfüm.
Hilfreich sind auch Stoffe, die die Feuchtigkeit der Haut erhöhen,
wie z. B. Harnstoff.
Bei lokalem Juckreiz helfen leicht anästhesierende Wirkstoffe, wie z. B. Polidocanol oder kühlende Agentien, wie Menthol, die eine rasch einsetzende Wirkung haben.


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Neurodermitis/Juckreiz

Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) ist eine entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben auftritt.
Folgende Symptome sind immer vorhanden:

trockene Haut
Hautrötung
Juckreiz

Betroffen sind in der Regel Kopfhaut, Gesicht und Hände der Patienten. Bei der Entstehung der Hauterkrankung spielen genetische Ursachen eine Rolle. Sie verläuft chronisch und endet häufig mit der Pubertät. Sie ist nicht ansteckend.
Neurodermitis wird durch eine überschießende Immunantwort ausgelöst. Das Risiko, an Neurodermitis zu erkranken, wird von den Eltern an ihre Kinder vererbt. Außerdem haben Neurodermitis-Kranke ein erhöhtes Risiko, andere atopische Krankheiten zu bekommen. Dazu zählen Asthma, Heuschnupfen und andere Allergien.
Nicht nur der starke Juckreiz beeinträchtigt die Patienten. Auch das psychische Wohlbefinden wird in Mitleidenschaft gezogen durch die Neurodermitis. Zudem schämen sich Patienten oft wegen ihres Aussehens. Schuppige und gerötete Haut – häufig mit Kratzspuren –  an Gesicht, Kopfhaut und Händen beeinträchtigt das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität der Patienten enorm.
Glücklicherweise haben die meisten Betroffenen nur eine leichte Neurodermitis. Sie kommen mit einer adäquaten Pflege-Therapie gut zurecht.

Hauptsymptome
Gerötete, d. h. entzündete, schuppende, manchmal auch nässende Ekzeme auf der Haut   und ein starker Juckreiz.
Die Haut der Betroffenen unterscheidet sich von gesunder Haut dadurch, dass eine gestörte Barrierefunktion vorliegt. Daher äußert sich die Neurodermitis insbesondere durch eine sehr empfindliche und trockene Haut, die oft auch gerötet ist. Sie ist besonders anfällig für äußere Reize.
Der starke Juckreiz ist das Hauptproblem, das durch die empfindliche, Barriere-geschädigte Haut begünstigt wird. Die Betroffenen reagieren darauf mit Kratzen, welches zu weiteren Hautirritationen führt. Dieser Teufelskreis  trägt zur Aufrechterhaltung der Symptome bei. Der Juckreiz ist besonders nachts stark, daher kommt es oft zum Schlafdefizit. Die daraus folgende Übermüdung und Leistungsminderung stellen für die Betroffenen häufig eine starke psychische Belastung dar.

Therapie
Das atopische Ekzem ist nicht heilbar, aber in der Regel gut behandelbar. Die Therapie ruht hauptsächlich auf zwei Säulen:

–  Reparatur der geschädigten Hautbarriere bzw. Rückfettung der
        trockenen Haut
     –  Linderung von Entzündung und Juckreiz

Die sog. Basistherapie der Neurodermitis zielt auf die Rückfettung der Haut ab und besteht in einer regelmäßigen Hautpflege mit geeigneten Mitteln. Wichtig hierbei ist, dass die Haut nicht noch weiter gereizt wird.
Als besonders wirksam haben sich hier Cremes und Lotions erwiesen, die auf mögliche Irritantien, wie Parfüm, Konservierungsstoffe und zum Teil auch Emulgatoren verzichten. Auch stark okkludierende Lipide, wie Paraffine, Vaseline oder Silikone sollten durch hautverwandte Lipide ersetzt werden.
Häufig reicht eine solche sinnvolle Basistherpie bereits aus um  Hautentzündungen und Juckreiz zu lindern. In schwereren Fällen kommen  sog. anti-entzündliche Wirkstoffe bzw. Anti-irritantien zum Einsatz, in der Regel äußerlich.
Hier sind in erster Linie Kortisonpräparate zu nennen, die aber wegen ihrer Nebenwirkungen nur begrenzt einsetzbar sind.
Eine Neurodermitis-Therapie sollte stets früh beginnen und intensiv sein, um die Erkrankung besser kontrollieren zu können und neue Schübe möglichst weit hinauszuzögern.
Dies muss aber stets der Arzt im Einzelnen festlegen.

Juckreiz (Pruritus)
Juckreiz ist eine Missempfindung der Haut, welche ein Kratzen, Reiben, oder Scheuern der Haut provoziert.
Allergien, Insektenstiche oder Hautkrankheiten aber auch innere Erkrankungen  können Juckreiz auslösen. Die genaue Ursache von chronischem Juckreiz ist oft nicht einfach zu finden.


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Schuppenflechte

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine häufig auftretende, „gutartige“ Hauterkrankung. Sie verläuft fast immer chronisch, wobei kürzere oder längere akute Phasen mit Perioden ohne oder mit wenigen Symptomen wechseln können. Typische Symptome sind scharf begrenzte, gerötete, erhabene, mit silberweißen Schuppen bedeckte Plaques, die manchmal jucken. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten.
Oft entstehen bei der Psoriasis nur einzelne Hautveränderungen (sog. Herde) an den Streckseiten von Ellenbogen und Knien. Teilweise breitet sich die Schuppenflechte aber auch auf den gesamten Körper aus.
Die meisten Menschen, die Schuppenflechte haben, sind auch am Kopf davon betroffen.
Außer der Haut können Schleimhäute, Gelenke und Nägel zusätzlich erkranken. Wie stark diese Beschwerden sind, ist unterschiedlich.
Schweregrad und Ausdehnung sind individuell und sehr unterschiedlich. Eine endgültige Heilung ist bisher nicht möglich, wohl aber eine Therapie.
Die Hautzeichen selbst werden vermutlich von einem fehlgesteuerten Angriff des Immunsystems (Autoimmunreaktion) gegen Zellen der Oberhaut (Keratinozyten) ausgelöst, die sich als Reaktion darauf besonders stark vermehren. In der Folge verdickt sich im Rahmen der Psoriasis die Haut an den betroffenen Stellen und schuppt. Eine Ansteckung anderer Personen ist nicht möglich.
Hang zur Schuppenflechte wird vererbt
Die Neigung, an Psoriasis zu erkranken, ist genetisch bedingt. Diese erbliche Veranlagung bleibt lebenslang bestehen. Deshalb muss die Schuppenflechte aber nicht unbedingt ausbrechen. Hat sich eine Psoriasis manifestiert, gibt es verschiedene Wege, sie günstig zu beeinflussen. Wichtig ist eine konsequente und individuell angepasste
Therapie. Durch sie verschwinden die schuppigen Hautveränderungen und Hautrötungen oft völlig. Eine endgültige Heilung der Schuppenflechte ist aber bisher nicht möglich.

Wo bildet sich die Schuppenflechte?
Bei der häufigsten Form der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ist vorrangig die Haut an Ellenbogen, Knien, am Kopf, hinter den Ohren, am Bauchnabel und im Intimbereich beziehungsweise in der Gesäßfalte betroffen. Sehr häufig sind auch die Nägel beteiligt.

Welche Therapie gibt es bei Psoriasis?
Alle bekannten Therapien zielen darauf ab, die Symptome zu lindern, das Abheilen zu beschleunigen, akute Krankheitsphasen zu verkürzen und neue Schübe zu vermeiden oder hinauszuzögern.
Dafür steht eine große Zahl vorbeugender und therapeutischer Maßnahmen zur Verfügung – angefangen von Badezusätzen, Salben, Cremes und Shampoos bis hin zu gentechnisch hergestellten Wirkstoffen, den so genannten Biologicals.

Von grundlegender Bedeutung ist stets eine sinnvolle Hautpflege,
die die Besonderheiten einer trockenen, schuppenden und evtl. juckenden Haut berücksichtigt.

Äußerliche Behandlung
Die meisten äußerlich wirkenden Medikamente werden in Form von Cremes, Salben und Lotionen aufgetragen. Darüber hinaus stehen Badezusätze und Shampoos zur Verfügung.
Die wichtigsten Wirkstoffe hierbei sind: Vitamin D3 Analoga, Dithranol und Kortison.
Der Goldstandard sind heute Cremes, die Vitamin D3 und Kortison in Kombination enthalten.

Sind mehr als zehn Prozent der Hautoberfläche betroffen oder die Patienten in ihrer Lebensqualität sehr stark beeinträchtigt genügt die äußerliche Behandlung nicht.

Innerliche Behandlung
Bei schwereren Verlaufsformen oder wenn die äußerliche Anwendung nicht erfolgreich ist, werden Medikamente zur Einnahme verabreicht.

In Frage kommt hier zum Beispiel eine Behandlung mit Vitamin A-Abkömmlingen(Retinoiden), Methotrexat, Ciclosporin oder Fumarsäureester.

Zum Einsatz kommen seit einigen Jahren auch so genannte Biologicals.
Dies sind sehr teuer und kommen nur zum Einsatz, wenn andere Verfahren nicht geholfen haben.

Bestrahlung

Eine weitere Möglichkeit ist die Therapie mit vorsichtig dosierten UV-Strahlen.
In Frage kommen hier UVB Strahlen oder UVA in Kombination mit einem Photosensibilistor (PUVA).

Die Bestrahlung wird oft auch mit Solebädern kombiniert, auch bekannt als Licht-Bade-Therapie.

Ergänzend zur Therapie gehört immer eine gute Hautpflege, besonders auch als Vorbeugung in beschwerdefreien Zeiten.

Die Kopfhaut-Psoriasis

Der behaarte Kopf ist das am häufigsten befallene Hautareal bei Psoriasis (in 50-80% der Fälle). Auch diese Form der Psoriasis ist chronisch. Das heißt, man kann zwar über längere Zeit erscheinungsfrei bleiben, aber sie wird aber immer wieder auftreten.
Die Haut ist angespannt, juckt und ist stark entzündet, in schlimmen Fällen stark verkrustet. Die Kopf-Psoriasis lässt sich im Alltag schlecht verbergen. Dies kann im Privatleben wie im beruflichen Alltag zu einer beträchtlichen Einschränkung der Lebensqualität führen.
Wichtig ist, dass die Kopfhaut möglichst wenig gereizt wird, weil das die Psoriasis verstärken kann. Wenn die Schuppen ausgewaschen werden sollen, ist die Haut dabei möglichst sanft und nicht aggressiv zu behandeln.

Die Psoriasis auf der Kopfhaut wird in drei Schritten behandelt:
– Schuppen ablösen
– Schuppen auswaschen
– Schuppenbildung unterdrücken

Dies geschieht idealerweise therapiebegleitend mit einem speziellen Shampoo.

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Seborrhoische Dermatitis

Der Begriff seborrhoische Dermatitis oder seborrhoisches Ekzem  bezeichnet eine fettig-schuppige Hautentzündung, die vor allem am behaarten Kopf, im Gesicht sowie am Rumpf auftritt. Die betroffenen Hautstellen sind gerötet und mit gelblichen, fettigen Schuppen belegt. Juckreiz besteht nur in seltenen Fällen.
Die seborrhoische Dermatitis befällt insbesondere Hautbereiche, in denen viele Talgdrüsen vorkommen, wobei häufig eine übermäßige Talgdrüsenabsonderung zur Entwicklung des typischen starken Fettfilms auf der Haut führt.
In manchen Fällen sind die Symptome nicht ganz eindeutig, da andere Ekzemformen (z.B. allergisches oder atopisches Ekzem) oder die Schuppenflechte ein ähnliches Hautbild hervorrufen können. Ein Allergietest und eine mikroskopische Untersuchung der Hautschuppen können die Diagnose gegebenenfalls sichern.
Die seborrhoische Dermatitis ist eine häufige Erkrankung; etwa drei bis zehn Prozent der Bevölkerung leiden darunter, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen.
Sie hat vermutlich verschiedene Ursachen, wobei folgende Faktoren eine Rolle spielen:

– genetische Veranlagung
– Pilze
– geschwächtes Abwehrsystem
– Veränderungen im Fettsäurestoffwechsel

Klimatische Bedingungen sowie psychische Faktoren (z.B. Stress) können das Krankheitsgeschehen ebenfalls ungünstig beeinflussen.

Behandlung
Eine Heilung im eigentlichen Sinne ist nicht möglich, da eine starke genetische Komponente vorliegt. Es können jedoch lange symptomfreie Zeiträume erreicht werden. Die Therapie der seborrhoischen Dermatitis erfolgt in erster Linie lokal.
Hierbei sind zwei Aspekte zu beachten. Die Bekämpfung der Hautpilze und die Reduzierung der verstärkten Schuppung.
Daher wird die seborrhoische Dermatitis in der Regel mit Antipilzmitteln
oder mit Teer- bzw. Schieferölpräparaten in Shampoo- oder Cremeform behandelt.
Welche der beiden Therapieoptionen in Frage kommt, sollte der Arzt entscheiden.

Während eine seborrhoische Dermatitis beim Säugling in der Regel nach ein paar Wochen spontan abheilt, tritt sie beim Erwachsenen immer wieder auf.
Man kann der Erkrankung nicht generell vorbeugen. Wenn man aber zu fettiger Haut und starkem Schwitzen neigt, sollte man die Haut regelmäßig reinigen und pflegen. Meist reichen hierzu hautneutrale Waschsubstanzen oder nur Wasser. Auch Aufenthalte in der Sonne und an der frischen Luft, insbesondere am Meer und im Gebirge, wirken sich günstig aus.

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